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Zwei der 17 entführten Nordamerikaner in Haiti freigelassen

Copyright AFP/Archiv Richard PIERRIN

Mehr als fünf Wochen nach ihrer Entführung in Haiti sind zwei der 17 entführten Nordamerikaner wieder frei. Die Freigelassenen seien „sicher“ und „frohgemut“ und würden versorgt, erklärte die christliche Hilfsorganisation Christian Aid Ministries, der die Entführten angehören, am Sonntag. Die Missionare und ihre Familienangehörigen – 16 US-Bürger und ein Kanadier – waren Mitte Oktober außerhalb der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince von einer kriminellen Bande verschleppt worden.

Bei den Entführten handelte es sich nach früheren Angaben von Christian Aid Ministries um zwölf Erwachsene und fünf Minderjährige im Alter zwischen acht Monaten und 15 Jahren. Zu Identität und Alter der beiden Freigelassenen sowie zum Hintergrund der Freilassung machte die Organisation nun keine Angaben. Es könnten nur „eingeschränkte Informationen“ herausgegeben werden, teilte sie mit.

Der Anführer der Bande 400 Mawozo, Wilson Joseph, hatte nach der Geiselnahme ein Lösegeld von 17 Million Dollar (15 Millionen Euro) gefordert. Er drohte mit der Ermordung der Geiseln, sollte das Lösegeld nicht gezahlt werden. 

Christian Aid Ministries äußerte sich nicht zu einer möglichen Lösegeldzahlung. Trotz der Freude über die Freilassung „sind unsere Herzen weiter bei den 15 Menschen, die immer noch festgehalten werden“, erklärte die Organisation.

Die US-Bundespolizei FBI, haitianische Behörden und Entführungs-Spezialisten der haitianischen Polizei verhandeln seit mehr als einem Monat mit den Entführern.

In Haiti hat die Zahl der Entführungen in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Center for Analysis and Research in Human Rights (CARDH) wurden seit Januar mehr als 800 Menschen gekidnappt. 

Im April waren zehn Menschen, darunter zwei französische Geistliche, 20 Tage lang von 400 Mawozo festgehalten worden. Die Bande kontrolliert mittlerweile große Teile der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort kapert sie immer wieder Fahrzeuge und sogar ganze Busse, verschleppt deren Insassen und verlangt Lösegeld. 

Der von großer Armut, Kriminalität und Korruption geprägte Karibikstaat wird seit Jahren von Naturkatastrophen und politischen Krisen erschüttert, die den Staat und die Wirtschaft lähmen. Die Ermordung von Präsident Jovenel Moïse im Juli sowie ein schweres Erdbeben im August mit 2200 Toten haben die Probleme des Landes weiter verschärft.

Quelle: AFP

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