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Wehrbeauftragte plädiert für Ehrung der Soldaten der Kabul-Luftbrücke

Copyright BUNDESWEHR/AFP/Archiv Martin BUSCHHORN

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), hat für eine Ehrung der am Evakuierungseinsatz in Kabul beteiligten Bundeswehr-Soldaten plädiert. “Die Soldatinnen und Soldaten müssen auf jeden Fall geehrt werden”, sagte sie in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Sie habe sich bei Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine persönliche Ehrung der Soldaten eingesetzt – “etwa durch ein Ehrenkreuz oder eine Einsatzmedaille”. 

“Wir können sehr stolz sein auf das, was da geleistet wurde”, sagte Högl mit Blick auf den dramatischen Rettungseinsatz, bei dem Ausländer und afghanische Ortskräfte nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban Mitte August aus Kabul ausgeflogen wurden. Die Bundeswehr habe mit ihren Flugzeugen mehr als 5000 Menschen gerettet. “Das ist eine Höchstleistung.”

Mit ihren Transportflugzeugen vom Typ A400M hatte die Bundeswehr im Verlauf des knapp zweiwöchigen Einsatzes laut Verteidigungsministerium mit 37 Flügen mehr als 5300 Menschen in Sicherheit gebracht. Darunter waren rund 500 deutsche Staatsbürger, etwa 4000 Afghaninnen und Afghanen und weitere Menschen aus insgesamt 45 Nationen. An dem Einsatz waren Fallschirmjäger, Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Feldjäger, Krisenunterstützungsteams, Sanitäter, Militärpolizei und Angehörige der Luftwaffe beteiligt.

Högl betonte, dass der Einsatz die Notwendigkeit des zuletzt wegen rechtsextremistischer Vorfälle in Verruf geratenen KSK unterstrichen habe. “Ich bin sehr froh, dass wir das KSK haben”, sagte sie. Bei dem Evakuierungseinsatz hätten viele gemerkt, wie wichtig die Einheit sei. “Die Fähigkeiten, die diese Frauen und Männer besitzen, brauchen wir”. Es sei gut, dass das jetzt alle gesehen hätten. “Das hat den Verband moralisch gestärkt”, sagte sie weiter.

Schließlich lobte sie auch das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte und dessen Vorsitzenden Marcus Grotian. “Das Engagement von Marcus Grotian und den anderen im Patenschaftsnetzwerk ist hervorragend”, sagte Högl dem RND. Von deren Arbeit für die afghanischen Unterstützer der Bundeswehr könnten künftig auch Ortskräfte an anderen Einsatzorten der Bundeswehr profitieren: Högl schlug vor, dass auch bei anderen Einsätzen geprüft werden solle, “welche Ortskräfte bei einer Veränderung der Lage unsere Unterstützung brauchen.”

Quelle: AFP

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