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Warnung vor Betrugsanrufen zu falsch befüllten Mülltonnen

Foto: Shutterstock

„Guten Tag! Hier spricht Herr Troppelmann. Sie haben Ihr Müllgefäß falsch befüllt. Das stellen wir Ihnen mit einer Strafgebühr von 25,00 € in Rechnung. Die Rechnungen erhalten Sie in den nächsten Tagen.“ So oder so ähnlich werden in letzter Zeit vermehrt Ulmer Bürgerinnen und Bürger über eine Handynummer kontaktiert, auf ihre angeblich falsch befüllte Bio- oder Papiertonne hingewiesen und zur Kasse gebeten.

Eine Rechnung über die besagte Strafgebühr wurde bisher nur selten tatsächlich zugestellt.  Die Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU) warnen vor solchen Scherz- und Betrugsanrufen. In den aktuell bekannten Fällen gab sich der Anrufer als ein Herr Troppelmann aus, verschwieg aber für welches Abfallunternehmen er tätig sei. Einige Betroffene haben sich direkt an die EBU oder die Polizei gewandt. „Zum Glück, denn so sind wir erst auf diese Anrufmasche aufmerksam geworden und können die Bürger informieren. Vor allem sollten sie nicht einfach den geforderten Geldbetrag bezahlen“, sagt EBU-Betriebsleiter Thomas Mayer.

Bisher erfolgten die Anrufe mit Androhung einer Strafgebühr ausschließlich über Mobilfunknummern. Ein vorsorglicher Blick auf das Telefondisplay während des Telefonats kann ein erster Anhaltspunkt sein Scherz- oder Betrugsanrufe zu erkennen. Denn Kundenanrufe des EBU-ServiceCenters und der Abfallberatung werden ausschließlich über Festnetzanschlüsse mit der Nummernfolge 0731 166-XXXX getätigt. „Da gibt es auch während der Corona-Pandemie keine Ausnahme, auch wenn jemand im Homeoffice arbeitet. Und ein Mitarbeiter mit dem Nachnamen Troppelmann ist bei uns weder im Service noch in der Abfallberatung beschäftigt“, erklärt der Leiter des EBU-ServiceCenters Bernd Schneider.

Zusätzlich kann ein Abgleich des sogenannten “Buchungszeichens” – der Kunden-Identifikationsnummer bei den Entsorgungsbetrieben weiterhelfen. Kann der Anrufer das Buchungszeichen nicht nennen oder fehlt dieses auf dem Rechnungsschreiben, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Scherz oder einen Betrugsversuch handelt. Auf allen offiziellen EBU-Kundenanschreiben ist neben dem Betriebslogo, den Angaben zum Verfasser auch immer das Buchungszeichen abgedruckt. Wie beispielsweise auf dem erst im Januar versandten Abfallgebühren-Jahresbescheid 2021. „Auf dieses Buchungszeichen verzichten die Entsorgungsbetreibe nur bei der Verschickung allgemeiner Abfall- und Entsorgungs-Informationen. Im Zweifelsfall sollten sich Betroffene beim EBU-ServiceCenter unter Tel. 0731 166-7777 erkundigen“, rät Bernd Schneider.

Auch dem Ulmer Polizeipräsidium sind Anrufe zu falsch befüllten Müllgefäßen in Ulm bereits bekannt. Bisher handelte es sich bei den gemeldeten Anrufen ausschließlich um Scherzanrufe. Solche Anrufe werden immer wieder zu unterschiedlichsten Themen über verschiedenste Anbieter generiert. Zum Beispiel erfolgten die Anrufe eines Herrn Troppelmann bei Ulmer Bürgern aktuell über das Telefonspassportal Marcophono. Wer sich nachhaltig vor diesen Anrufen schützen möchte, kann seine Telefonnummer direkt auf der Impressumseite des Anbieters unter www.marcophono.com/impressum.html sperren lassen.

Aktuelle Informationen der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm werden regelmäßig über die EBU-Homepage www.ebu-ulm.de bekannt gegeben.

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