in

US-Regierung genehmigt Freilassung von zwei weiteren Guantanamo-Häftlingen

Copyright AFP/Archiv Paul HANDLEY

Gut 20 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat die US-Regierung die Freilassung von zwei weiteren Insassen des berüchtigten Gefangenenlagers Guantanamo genehmigt. Das zuständige Gremium stimmte der Freilassung des seit 17 Jahren in Guantanamo inhaftierten Jemeniten Sanad Jislam al-Kasimi und des seit 2007 in dem Lager festgehaltenen Afghanen Assadullah Haroon Gul zu, wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht.

Der 51-jährige Kasimi war einst ein Leibwächter von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Der 40-jährige Gul wurde als Anführer einer islamistischen Miliz und Kurier für Al-Kaida festgehalten. Damit die beiden Männer tatsächlich aus Guantanamo entlassen werden, müssen sich Ländern finden, die zu ihrer Aufnahme bereit sind. 

Angesichts des Bürgerkriegs in seinem Heimatland Jemen könnte Kasimi ins Nachbarland Oman gebracht werden. Unklar ist, ob Gul nach Afghanistan gebracht werden könnte, wo die radikalislamischen Taliban nach dem US-Truppenabzug wieder an die Macht gekommen sind.

Derzeit befinden sich noch 39 Häftlinge in dem Gefangenenlager auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba. Die US-Behörden haben einer Freilassung von zwölf von ihnen zugestimmt. Anderen Häftlingen wie dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von 9/11, Khalid Sheikh Mohammed, soll der Prozess gemacht werden.

Die US-Regierung hatte das Gefangenenlager Guantanamo nach den Terroranschlägen in New York und Washington mit fast 3000 Todesopfern eingerichtet. Die ersten Gefangenen wurden im Januar 2002 nach Guantanamo gebracht und zunächst in Käfigen im Freien eingesperrt. Später wuchs die Zahl der Insassen auf 780 an.

Im Laufe der Jahre wurde Guantanamo für die US-Regierung immer mehr zu einer Belastung: Das Lager und die dortigen Sondertribunale wurden zum Sinnbild für die Exzesse des Anti-Terror-Kampfes der USA, Menschenrechtsorganisationen übten scharfe Kritik.

Der frühere Präsident Barack Obama versuchte in seiner Amtszeit vergeblich, das Lager zu schließen. Auch der heutige Präsident Joe Biden möchte das Lager dichtmachen. Er versucht deswegen, die unter seinem Vorgänger Donald Trump eingestellten Freilassungen von nicht mehr als gefährlich eingestuften Insassen voranzutreiben.

Quelle: AFP

Filiale der Commerzbank in Berlin

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg klagt wegen Werbung für Klimafonds

Neues tschechisches Parlament kommt am 8. November zu erster Sitzung zusammen