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US-Beteiligungsfonds KKR will Telecom Italia für fast elf Milliarden Euro kaufen

Logo von TIM am Hauptsitz in Rozzano
Copyright AFP/Archiv Miguel MEDINA

Der US-Beteiligungsfonds KKR will die angeschlagene Telecom Italia (TIM) kaufen. KKR biete 10,8 Milliarden Euro, teilte TIM am Sonntagabend nach einer Sondersitzung des Verwaltungsrates mit. Der Aktienkurs von TIM an der Mailänder Börse sprang am Montag um mehr als 22 Prozent nach oben. 

TIM teilte nach der Sitzung mit, KKR biete 0,505 Euro pro Aktie. Der Schlusskurs am Freitagabend hatte bei rund 0,35 Euro gelegen. Noch ist das Angebot nicht bindend. KKR will die Bücher von TIM vier Wochen lang unter die Lupe nehmen.

Nötig für eine Übernahme sei die Zustimmung von mindestens 51 Prozent der Aktionäre sowie die des italienischen Staates. Er besitzt eine sogenannte „goldene Aktie“ am ehemaligen Staatskonzern – und hat damit ein Veto-Recht. Das Wirtschaftsministerium teilte am Sonntagabend mit, es nehme das Interesse von KKR zur Kenntnis und werde die Entwicklung aufmerksam beobachten. Dafür werde eine Arbeitsgruppe gegründet.

Die Zeitung „Repubblica“ berichtete am Montag, KKR habe Italiens Regierungschef Mario Draghi vorab über das Angebot informiert. Er habe den Wirtschaftsminister und einen hohen Beamten des Finanzministeriums in die Arbeitsgruppe entsandt. Ziel der Regierung sei, „den strategischen Charakter zu wahren“ – sie ist an einem raschen Ausbau des Breitbandnetzes interessiert. 

Auch der Erhalt der Arbeitsplätze sei für die Regierung wichtig, so der Zeitungsbericht. Bei TIM arbeiten rund 42.000 Menschen in Italien.

Der Telekommunikationskonzern betonte, es handle sich um ein „freundliches“ Übernahmeangebot. KKR strebe die Zustimmung der Geschäftsführung und Unterstützung des Verwaltungsrates an.  

Zustimmen müsste auch der französische Medienkonzern Vivendi, mit knapp 24 Prozent größter Aktionär von Telecom Italia. Ein Sprecher von Vivendi dementierte, dass der Konzern zusammen mit anderen Fonds, darunter CVC Capital Partners, an einem Gegenangebot arbeite. Vivendi hatte sich zuvor Medienberichten zufolge unzufrieden mit der Leistung von TIM gezeigt. Das Telekommunikationsunternehmen hatte Ende Oktober einen starken Gewinnrückgang im dritten Quartal gemeldet. Er sank auf 159 Millionen Euro. 

Quelle: AFP

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