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UNO fordert weltweite Frühwarnsysteme zum Schutz vor Naturkatastrophen

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Angesichts zunehmender Klima- und Naturkatastrophen weltweit haben Experten bessere Frühwarnsysteme gefordert. Künftig müsse das Motto gelten: „Fragt nicht, wie das Wetter wird, sondern was das Wetter tun wird“, hieß es in einem am Dienstag zum internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen.

Laut dem von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) koordinierten Bericht wurden in den vergangenen 50 Jahren weltweit mehr als 11.000 klima- und wetterbedingte Naturkatastrophen registriert – mit geschätzten Schäden für die Weltwirtschaft in Höhe von 3,6 Billionen Dollar. 

Durch den Klimawandel haben die Katastrophen demnach in den vergangenen Jahren deutlich an Häufigkeit und Intensität zugenommen. Allein im Jahr 2018 brauchten 108 Millionen Menschen nach Stürmen, Überschwemmungen, Dürren und Waldbränden die Hilfe internationaler Organisationen. Ihre Zahl dürfte bis 2030 um fast 50 Prozent zunehmen.   

Gleichzeitig aber sank die Zahl der Todesopfer seit 1970 im Schnitt um ein Drittel pro Katastrophe. Dies sei vor allem den in den Ländern inzwischen den Gefahren angepassten Frühwarnsystemen zu verdanken: Diese Systeme seien „Voraussetzung für eine wirksame Verringerung des Katastrophenrisikos und die Anpassung an den Klimawandel“, erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort reagieren zu können, „kann viele Leben retten und die Lebensgrundlagen der betroffenen Gemeinschaften schützen“.

Laut WMO haben aber immer noch zu wenige Länder umfassende Frühwarnsysteme, die über einfache Vorhersagen hinausgehen und es gezielt den Menschen ermöglichen, rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Erst 40 Prozent der 138 WMO-Mitglieder verfügen demnach über derartige Systeme; meist sind es die ärmeren Staaten, die vielfach ohne Frühwarnung auskommen müssen.

© Agence France-Presse




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