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Umwelthilfe fordert wegen Corona-Krise Verbot von Silvester-Feuerwerk

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat davor gewarnt, dass privates Feuerwerk zu Silvester die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter belasten könnte. „Jedes Jahr werden Tausende durch Böller verletzt, darunter viele junge Menschen“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Montag. Die Bundesregierung solle deshalb dem Beispiel der Niederlande folgen und „Verkauf und Gebrauch von Silvester-Feuerwerk komplett verbieten“, forderte die Umwelthilfe.

Die niederländische Regierung hatte aufgrund der Corona-Pandemie am vergangenen Freitag ein Feuerwerksverbot an Silvester beschlossen. Damit solle verhindert werden, dass sich Ärzte und Krankenpfleger zusätzlich um Menschen kümmern müssten, die sich an Feuerwerkskörpern verletzen, erklärte die Regierung.

Die DUH führte als Grund für ihre Forderung zudem an, dass „jede zusätzliche Luftbelastung durch Böller und Raketen“ vermieden werden müsse. Denn es zeige sich immer deutlicher, dass es einen Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastungen und schweren Krankheitsverläufen von Covid-19 gebe. „Die Mehrheit der Bevölkerung ist laut Umfragen für ein Ende der privaten Böllerei“, erklärte Resch. „Wann, wenn nicht jetzt, ist die Gelegenheit, das endlich einheitlich und umfassend umzusetzen?“ 

Die DUH beantragte nach eigenen Angaben am Montag bei Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), noch im November ein allgemeines Verbot für Verkauf und Nutzung von Feuerwerk auszusprechen. Dies könne über eine einfache Änderung der Sprengstoffverordnung erfolgen.

© Agence France-Presse




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