in

Umfrage: Zahl der Menschen im Dispo deutlich gestiegen

Copyright POOL/AFP Ina Fassbender
Copyright POOL/AFP Ina Fassbender

Fast jeder zehnte Bundesbürger ab 18 Jahren hat aktuell sein Bankkonto überzogen und zahlt hohe Zinsen für den Dispokredit. In einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage für das Kreditportal Smava sagten 9,5 Prozent der Befragten, sie seien aktuell im Dispo. Das sind mit einem Plus von 17 Prozent deutlich mehr als in einer Umfrage im Januar vor einem Jahr. Fast jeder zweite Disponutzer liegt demnach mit mehr als 1500 Euro im Minus.

Smava ließ Anfang Januar mehr als 2500 Menschen über 18 Jahren von Civey befragen. Von denjenigen, die den Dispositionskredit ihrer Bank nutzen, sind knapp 17 Prozent mit bis zu 250 Euro im Minus, weitere 17 Prozent mit bis zu 500 Euro. 49,5 Prozent sagten, sie seien mit mehr als 1500 Euro im Minus.

Laut Stiftung Warentest lag der durchschnittliche Dispozins Ende September bei 9,51 Prozent. „Mit knapp zehn Prozent Zinsen ist der Dispo eine sehr teure Art, sich Geld zu leihen“, sagte Smava-Geschäftsführer Alexander Artopé am Mittwoch. „Er sollte deshalb nur für kurze Zeit genutzt werden.“

Die meisten Disponutzer wissen das – sie gleichen ihr Konto nach eigenen Angaben schnell aus. 52 Prozent der Disponutzer sagten, sie könnten ihren Kontostand innerhalb eines Monats wieder aus dem Minus bringen. Fast 15 Prozent brauchen nach eigenen Angaben aber mehr als zwölf Monate dafür. 

Beim Dispokredit ist keine regelmäßige Rückzahlung erforderlich. Das kann zu einer teuren Dauerverschuldung führen. Ein geregelter und günstigerer Weg aus den Schulden sei ein Ratenkredit, sagte Smava-Geschäftsführer Artopé. Ihn gibt es über Kreditportale im Schnitt schon für weniger als vier Prozent Zinsen. „Beim Ratenkredit wird, im Gegensatz zum Dispo, monatlich ein fester Teil der Schulden zurückgezahlt. Am Ende der Laufzeit ist man schuldenfrei.“ 

Quelle: AFP

Windrad

Bayern offen für Anpassung der Abstandsregeln für Windräder

Copyright POOL/AFP/Archiv Markus Schreiber

Amtsgericht bestellt vorläufigen Insolvenzverwalter für MV Werften