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SPÖ gewinnt laut Hochrechnungen Kommunalwahl in Wien

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Die regierenden Sozialdemokraten haben laut Hochrechnungen die Kommunalwahl in Wien gewonnen. Laut der Prognose des Instituts Sora konnte sich die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig gegenüber der letzten Wahl um 2,1 Prozentpunkte auf knapp 42 Prozent verbessern. Die rechtspopulistische FPÖ stürzte demnach um mehr als 23 Punkte auf 7,5 Prozent ab. Der ehemalige FPÖ-Vorsitzende und Vizekanzler Hans-Christian Strache kam mit seiner neugegründeten Partei „Team HC Strache“ auf lediglich 3,6 Prozent. 

Die SPÖ kann gemäß der Hochrechnung nun wählen, ob sie ihre Koalition mit den drittplatzierten Grünen (14,6 Prozent) fortsetzt oder ein Bündnis mit der zweitplazierten konservativen ÖVP (18,7 Prozent) eingeht. Einen Zusammenschluss mit der rechtspopulistischen FPÖ hatte sie im Wahlkampf ausgeschlossen. Die FPÖ hatte nach der sogenannten Ibiza-Affäre ihres damaligen Chefs Strache deutlich an Zuspruch eingebüßt. 

Strache war im Mai 2019 über die sogenannte Ibiza-Affäre gestolpert, die zum Bruch der österreichischen Regierungskoalition und zu vorgezogenen Neuwahlen führte. Hintergrund war ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Enthüllungsvideo, das zeigt, wie Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellt. Als Konsequenz aus der Affäre trat Strache als Vizekanzler und Chef der rechtspopulistischen FPÖ zurück. Später wurde er aus der Partei ausgeschlossen.

Die Fehlertoleranz bei den Hochrechnungen lag laut Sora bei zwei Prozent. Ein offizielles Wahlergebnis wird am Montag erwartet. 

© Agence France-Presse




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