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Razzia mit 900 Beamten wegen organisierter Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe

Copyright AFP/Archiv INA FASSBENDER

Rund 900 Einsatzkräfte von Zoll und Steuerfahndung sind am Mittwoch zu einer Großrazzia wegen Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe ausgerückt. Nach Angaben des Hauptzollamts in Frankfurt am Main richtete sich der Schlag gegen diverse Beschuldigte aus dem Bereich der organisierten Kriminalität, die jahrelang Scheinrechnungen gestellt und den Staat und die Sozialkassen um mindestens dreieinhalb Millionen Euro betrogen haben sollen. Etwa hundert Objekte wurden durchsucht.

Zudem wurden sechs Haftbefehle gegen mutmaßliche Drahtzieher vollstreckt. Der Schwerpunkt der Aktion lag nach Angaben einer Zollsprecherin in den Städten Frankfurt am Main und Offenbach sowie im umliegenden Rhein-Main-Gebiet. Weitere Razzien gab es demnach in Hamburg, München und Lörrach in Baden-Württemberg.

Bei einem der Hauptverdächtigen handelte es sich der Sprecherin zufolge um einen Mann mit “engen Kontakten” zur Rockergruppe “Hells Angels”. Gegen diesen führe außerdem die Frankfurter Polizei ein gesondertes Ermittlungsverfahren. Angaben dazu und zu weiteren Einzelheiten würden im Tagesverlauf folgen.

Laut Sprecherin wird allein einem der mutmaßlichen Haupttäter innerhalb des kriminellen Netzwerks zur Last gelegt, über Jahre hinweg Scheinrechnungen über 30 Millionen Euro an mehr als hundert verschiedene Abnehmer gestellt zu haben. An den Zugriffen waren Spezialeinheiten von Zoll und Polizei beteiligt. Die Razzia diente insbesondere auch dem Zweck, Beweismittel zu sichern.

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