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Pariser Bürgermeisterin fordert wegen Corona-Krise Schließung der Schulen

Copyright AFP/Archiv ORLANDO SIERRA

Angesichts der desolaten Corona-Situation in den Pariser Schulen hat Bürgermeisterin Anne Hidalgo ihre komplette Schließung gefordert. Das Tempo der Ansteckungen müsse unbedingt gebremst werden, zudem herrsche in den Schulen derzeit ein „sehr großes Durcheinander“, sagte Hidalgo am Mittwoch den Sendern BFMTV und RMC. Schon jetzt hätten 20.000 Schüler keinen Unterricht, „weil sie krank oder ihre Klassen geschlossen sind“. 

Der Inzidenzwert bei den 15- bis 19-Jährigen in der französischen Hauptstadt liege bei 850 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sagte Die Bürgermeisterin weiter. Gleichzeitig räumte die sozialistische Politikerin ein, dass eine vorzeitige Schließung der Schulen zweieinhalb Wochen vor Beginn der Ferien „ein weiterer sehr, sehr harter Schlag für die Wirtschaft wäre, für viele Menschen“. Deshalb sei es notwendig, die Impfungen zu beschleunigen und dafür zu sorgen, dass noch mehr Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten können.

Der Elysée-Palast kündigte für Mittwochabend um 20.00 Uhr eine Fernsehansprache von Präsident Emmanuel Macron an. Allgemein wird mit einer weiteren landesweiten Verschärfung der Schutzmaßnahmen gerechnet. Zuvor wollten führende Vertreter des Kabinetts über die Krise beraten.

Am Sonntag hatten Verantwortliche des Gesundheitswesens in Paris Alarm geschlagen, in zehn, 15 Tagen oder drei Wochen“ drohe eine „Überfüllung“ der Krankenhäuser in der französischen Hauptstadt. Am Samstag waren die Lockdown-Maßnahmen auf drei weitere Départements ausgeweitet, so dass nun 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen von den Auflagen betroffen sind.

Quelle: AFP

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