in

Nordkorea feuert erneut mutmaßliche Rakete Richtung Ostchinesisches Meer

Copyright AFP/Archiv THOMAS KIENZLE
Copyright AFP/Archiv THOMAS KIENZLE

Nordkorea hat erneut eine mutmaßliche Rakete Richtung Ostchinesisches Meer abgefeuert. Der südkoreanische Generalstabschef teilte am Dienstagmorgen mit, dass die Streitkräfte eine „mutmaßliche ballistische Rakete“ entdeckt hätten, die von Nordkorea aus in das Meer östlich der koreanischen Halbinsel gefeuert wurde. Der mutmaßliche Test erfolgte an dem Tag, an dem die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats über den jüngsten Raketentest Nordkoreas vergangene Woche diskutieren wollten.

Auch die japanische Küstenwache meldete am Dienstag, dass Nordkorea ein „ballistisches raketenähnliches Objekt“ abgefeuert habe. 

Zuvor hatten Japan sowie fünf Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, namentlich die USA, Frankreich, Großbritannien, Irland und Albanien, Nordkorea aufgefordert, „von weiteren destabilisierenden Handlungen Abstand zu nehmen“. Sie riefen Pjöngjang angesichts seines Atomwaffenprogramms auf, „einen sinnvollen Dialog im Hinblick auf unser gemeinsames Ziel der vollständigen Denuklearisierung aufzunehmen“.

Analysten zufolge könnte Pjöngjang den jüngsten Raketenstart zeitlich auf das Treffen des UN-Sicherheitsrats hinter verschlossenen Türen abgestimmt haben. „Der Start hat politische und militärische Motive“, sagte Shin Beom-chul, ein Forscher am Korea Research Institute for National Strategy, der Nachrichtenagentur AFP. „Nordkorea testet weiter, um sein Atomwaffenarsenal zu diversifizieren, aber es hat den Start auf den Tag der Sitzung des UN-Sicherheitsrates gelegt, um seine politische Wirkung zu maximieren“, fügte er hinzu.

Erst vergangene Woche hatte Nordkorea den erfolgreichen Test einer sogenannten Hyperschall-Rakete vermeldet. Es war bereits der zweite Test einer solchen Waffe. Raketen dieser Art können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

Pjöngjang unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms bereits zahlreichen internationalen Sanktionen. Unter dem Machthaber Kim Jong Un hat das Land in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche technologische Fortschritte erzielt. Nordkorea sagt, dass es die Waffen brauche, um sich gegen eine drohende Invasion der USA zu verteidigen. Diplomatische Bemühungen der USA brachten in den vergangenen Jahren keinen Erfolg.

Quelle: AFP

Copyright AFP/Archiv Ina FASSBENDER

Mexikos Staatschef zum zweiten Mal mit Corona infiziert

Copyright POOL/AFP/Archiv FREDERICK FLORIN

EU-Parlamentspräsident David Sassoli im Krankenhaus in Italien gestorben