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Nashorn-Dame mit dreimonatiger Corona-Verspätung nach Japan gereist

Copyright AFP/Archiv INA FASSBENDER

Die Corona-Pandemie hat auch die Reisepläne für die Nashorn-Dame Emma durcheinandergebracht: Mit drei Monaten Verspätung landete das Breitmaulnashorn-Weibchen aus dem Leofoo-Safaripark in Taiwan nun in Japan, wo es sich im Tobu-Zoo in Saitama im Großraum Tokio mit einem männlichen Nashorn paaren soll. Eigentlich war Emma schon im März in Japan erwartet worden.

Emma sei am Dienstagabend in ihrem neuen Zuhause angekommen, teilte der Zoo mit. „Wir haben langsam den Transportcontainer geöffnet, der vor ihrem Schlafraum aufgestellt war. Ohne Anzeichen von Schüchternheit ist Emma direkt in ihren Schlafraum gelaufen.“

Die fünfjährige Emma war nach Angaben des Safariparks in Taiwan aus einer Herde von 23 Nashörnern für die Reise ausgewählt worden, weil sie sanftmütig und eher schlank und klein ist. Daher kann sie leichter transportiert werden als andere Artgenossen. „Sie streitet sich auch selten mit anderen Nashörnern oder schnappt anderen ihr Futter weg“, sagte der Zoo-Tierarzt über die Nashorn-Dame.

Weil sich ihre Abreise im März verzögerte, nutzte der Park die Wartezeit für Sprachunterricht: Um sie auf ihr neues Zuhause vorzubereiten, benutzten Emmas Pfleger die japanischen Wörter für Kommandos wie „komm“ oder „nein“. In dem japanischen Zoo wird Emma nun mehrere Wochen lang zu sehen sein. Vor allem soll sie sich aber mit dem zehnjährigen Breitmaulnashorn Moran anfreunden.

Das Südliche Breitmaulnashorn, das in freier Wildbahn schon fast ausgestorben war, wird in Zoos erfolgreich gezüchtet und wieder ausgewildert. Mittlerweile gibt es nach Angaben von Tierschützern wieder rund 19.000 wild lebende Exemplare dieser Unterart im südlichen Afrika. Das verwandte Nördliche Breitmaulnashorn steht hingegen kurz vor dem Aussterben.

Quelle: AFP

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