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Nahende Adventszeit zieht wieder Bettelbanden nach Ulm: Stadt und Polizei raten zu gesunder Skepsis

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Wie schon in den letzten Jahren warnen Polizeipräsidium Ulm und Stadtverwaltung vor professionellen Bettelbanden, die derzeit wieder in den Ulmer Fußgängerzonen unterwegs sind. Zur Schau gestellte Gebrechen und ein ärmliches Auftreten sollen gezielt Mitleid erwecken. Gerade in der Adventszeit wird so an die Spendenbereitschaft appelliert. Polizei und Stadt raten jedoch zu Vorsicht und gesunder Skepsis.

Hinter der „Mitleidsmasche“ stecken laut Polizei zumeist organisierte Banden. Das von den Bettlern eingesammelte Geld werde ihnen von Hintermännern regelmäßig wieder abgenommen, die Bettler selbst bekämen dafür meist nur Essen, Trinken und einen Schlafplatz. Das Geld lande bei den Clanchefs. Je „erfolgreicher“ ein Bettler, umso geringer sei seine Chance, aus diesem Kreislauf wieder heraus zu kommen.

Neben der Ulmer Polizei schreitet auch die Stadt mit dem Kommunalen Ordnungsdienst gegen die Bettelbanden ein. Sie erteilt Platzverweise, hin und wieder wird auch das erbettelte Geld beschlagnahmt – ein Vorgehen, das zuweilen bei Passanten auf Unverständnis stößt. Rainer Türke von den Bürgerdiensten der Stadt hält dem entgegen: „Von diesen Spenden profitieren die Bettelnden nicht. Im Gegenteil: Man verstärkt durch solche Spenden noch deren Abhängigkeit und unterstützt ein System, das gerade die Ärmsten ausbeutet.“

Wer Gutes tun und gezielt spenden will, dem empfehlen Stadt und Polizei, sich über anerkannte, förderungswürdige, Spenden sammelnde Organisationen Auskunft zu holen beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestraße 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0, Fax 030/83900185, www.dzi.de.

(Quelle: Stadt Ulm)

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