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Mundschutz – Schützt er mich vor dem Corona-Virus?

Diego Cupolo

Das Corona-Virus verbreitet sich deutschlandweit stetig weiter. Viele Deutsche schützen sich, aus Angst vor einer Ansteckung, mit Mundschutz und Atemschutzmasken. In Jena sollen künftig Geschäfte oder Nahverkehrsmittel nur noch mit Mundschutz betreten werden. Auch Österreich hat eine Maskenpflicht angekündigt. Ist diese Maßnahme wirklich sinnvoll?
Masken zum Schutz vor Tröpfcheninfektion
Das Tragen von Masken soll vor einer Tröpfcheninfektion mit den Viren schützen. Der bekannte Mund-Nasen-Schutz (MNS) auf dem Operationssaal ist dafür jedoch nicht geeignet: Solche Masken verhindern nur, dass der Träger Tröpfchen in die Umgebung weitergibt. Im Operationssaal schützt er somit also den Patienten. Da der MNS nicht dicht anliegt, kann er den Tragenden nicht ausreichend vor einer Tröpfcheninfektion schützen. Dazu sind sogenannte Partikel-filternde Halbmasken (filtering face piece, FFP) der Klasse II oder III geeignet, die ganz oder teilweise aus nicht auswechselbarem Filtermaterial bestehen. Diese reduzieren infektiöse Aerosole in der eingeatmeten Luft.

Ist diese Schutzmaßnahme sinnvoll?
Sollen MSN oder FFP-Masken getragen werden, wenn man das Haus verlässt? Diesbezüglich sind Meinungen unter Infektionsexperten gespalten: Nach Meinung des Robert Koch-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation könne das Maskentragen sogar ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, was dazu führt, wichtige Hygienemaßnahmen wie Händewaschen oder Abstandsregeln zu vernachlässigen. Es gebe laut RKI zudem keine ausreichenden Beweise dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung signifikant verringert. Laut Michael Ryan, WHO-Nothilfedirektor, gebe es sogar zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren.

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