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Mehrheit der Jugendlichen fürchtet um berufliche Zukunft

Viele junge Menschen fürchten um ihre berufliche Zukunft
Copyright AFP/Archiv INA FASSBENDER

Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen in Deutschland befürchten, dass die Corona-Pandemie ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz verschlechtert hat. Wie die Bertelsmann-Stiftung am Donnerstag mitteilte, gaben dies in einer Umfrage 71 Prozent aller Befragten an – zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei Jugendlichen mit niedrigem Bildungsabschluss sind es sogar 78 Prozent. Bei künftigen Studierenden hingegen ist nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Meinung, dass sich durch Corona ihre Chance auf einen Studienplatz verschlechtert hat.  

Laut der Studie sind mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten überzeugt, dass die Politik wenig oder gar nichts für die Ausbildungsplatzsuche tut. 20 Prozent sagten, die Politik tue zwar viel, aber noch nicht genug. 

„Wir brauchen eine Ausbildungsgarantie“, forderte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Jede Krise vernichte dauerhaft Arbeitsplätze. 

Das Interesse an Ausbildungsplätzen ist laut Studie auch während der Pandemie groß: 77 Prozent der 14- bis 20-Jährigen ziehen eine Ausbildung zumindest in Betracht. 41 Prozent möchten auf jeden Fall eine Ausbildung absolvieren. Zudem bewerten 80 Prozent der Azubis ihre Ausbildung als positiv. Unter Jugendlichen mit niedrigem Bildungsabschluss sind es sogar 95 Prozent. 

Vier von fünf (79 Prozent) der Befragten halten zwar das Berufsinformationsangebot für ausreichend; 54 Prozent der Befragten gaben jedoch an, Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung zu haben. Auch hier unterscheiden sich die Angaben je nach Bildungsabschluss: 43 Prozent der Jugendlichen mit niedrigen Abschlüssen gaben an, durch die schulischen Angebote gut informiert zu sein. Bei Jugendlichen mit hoher Schulbildung sagten das nur 23 Prozent. 47 Prozent sagten sogar, nicht so gut oder gar nicht gut informiert zu sein. 

Das Meinungsforschungsinstitut Iconkids & Youth befragte im Auftrag der Bertelsman Stiftung von Februar bis März 1700 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren. Die Daten wurden nach Schulbesuch und -abschluss gewichtet. 

joh/ilo/jm

Quelle: AFP

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