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Mehr als 2200 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

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In den USA sind binnen 24 Stunden mehr als 2200 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben – so viele Tote gab es zuletzt im Mai. Bis Donnerstagabend meldete die Johns-Hopkins-Universität zudem mehr als 200.100 Neuinfektionen. Wegen der explodierenden Corona-Zahlen gilt für die meisten Menschen in Kalifornien ab Samstag wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Der designierte Präsident Joe Biden kündigte aber an, auf keinen Fall einen landesweiten Lockdown zu verhängen.

Wie aus der Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervorging, meldeten die US-Behörden bis Donnerstagabend 2239 neu hinzugekommene Todesfälle. Landesweit wurden zudem 200.146 Neuinfektionen registriert. 

Die Gesundheitsbehörde CDC riet den US-Bürgern wegen des ungebremsten Anstiegs bereits dringend von Reisen zum Thanksgiving-Feiertag in der kommenden Woche ab. Es handele sich nicht um eine Anordnung, aber um eine „eindringliche Empfehlung“, sagte der CDC-Vertreter Henry Walke. Thanksgiving ist das wichtigste Familienfest in den USA, normalerweise sind an dem langen Wochenende Millionen Reisende unterwegs.

In mehreren Bundesstaaten traten in dieser Woche bereits neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. In New York sind die Schulen seit Donnerstag wieder geschlossen. In den meisten Teilen Kaliforniens dürfen die Menschen ab Samstagabend ihre Häuser zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr nicht mehr verlassen. Die nächtliche Ausgangssperre soll zunächst bis zum 21. Dezember gelten.

„Das Virus breitet sich in einer Geschwindigkeit aus, die wir seit dem Beginn der Pandemie nicht mehr gesehen haben, und die kommenden Tage und Wochen sind entscheidend, um diesen Anstieg zu stoppen“, erklärte Gouverneur Gavin Newsom. „Wir lassen die Alarmglocken läuten.“

Von der Ausgangssperre betroffen sein werden alle Landkreise, in denen die Corona-Warnampel derzeit die höchste Alarmstufe Violett anzeigt. Dies gilt unter anderem für die Großstädte Los Angeles und San Diego. Insgesamt sind 94 Prozent der Bevölkerung Kaliforniens von der Maßnahme betroffen. Für San Francisco, wo die Corona-Warnampel aktuell auf Rot steht, gilt die Ausgangssperre nicht. 

Trotz der alarmierenden Zahlen versicherte Biden am Donnerstag, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar keinen landesweiten Lockdown zu verhängen. „Ich kann mir keine Umstände vorstellen, die einen vollständigen landesweiten Lockdown erfordern würden“, sagte Biden. Er kündigte aber genaue Vorschriften für die Schließung etwa von Betrieben an – abhängig von den Infektionszahlen in der jeweiligen Region.

Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als 11,6 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Mehr als 252.000 Infizierte starben. Sowohl gemessen an den Infektions- als auch an den Todesfallzahlen sind die USA damit das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

© Agence France-Presse




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