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Mann nach tödlicher Fahrt in US-Weihnachtsparade des fünffachen Mordes beschuldigt

Copyright GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv ALEX WONG

Der Mann, der im US-Bundesstaat Wisconsin mit einem Auto in einen Weihnachtsumzug raste und dabei fünf Menschen tötete, ist des fünffachen Mordes beschuldigt worden. Der Polizeichef der Stadt Waukesha, Dan Thompson, stellte am Montag klar, dass die Ermittler nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgehen. Vielmehr sei der festgenommene Autofahrer offenbar nach einem häuslichen Streit geflohen.

Der 39-jährige Darrell Brooks habe mutmaßlich alleine gehandelt, sagte Thompson über den Autofahrer. „Es gibt keine Hinweise, dass es sich um einen terroristischen Vorfall handelt.“

Demnach war der Mann offenbar am Sonntag in einen häuslichen Streit verwickelt, bevor er nur Minuten später in die Weihnachtsparade in Waukesha raste. Er hatte den Ort der häuslichen Auseinandersetzung vor dem Eintreffen der Polizei verlassen. „Es gab keine Verfolgungsjagd, die zu diesem Vorfall führte“, sagte Polizeichef Thompson. Medienberichte, wonach bei dem Streit ein Messer zum Einsatz kam, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Der Mann war am Sonntag mit einem roten SUV in eine Weihnachtsparade in der 70.000-Einwohner-Stadt Waukesha im Großraum Milwaukee gerast. Mindestens fünf Menschen wurden getötet. 48 Menschen wurden verletzt, darunter zahlreiche Kinder. 

Die Todesopfer – vier Frauen und ein Mann – waren nach Angaben der Polizei zwischen 52 und 81 Jahre alt. 18 Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht, einige von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr.

Gerichtsdokumenten zufolge war der 39-jährige Fahrer, der in Milwaukee lebt, in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So wurden ihm Gefährdung anderer, Verstöße gegen das Waffenrecht und ein Fall häuslicher Gewalt zur Last gelegt.

Mit der seit Jahrzehnten abgehaltenen jährlichen Straßenparade wollte Waukesha die Festlichkeiten in den letzten Wochen des Jahres einläuten. Am Donnerstag und damit einen Monat vor Weihnachten wird in den USA der traditionelle Feiertag Thanksgiving begangen. Der tödliche Vorfall sorgte landesweit für Entsetzen.

Waukeshas Bürgermeister Shawn Reilly sagte, seine Stadt sei von einer „sinnlosen Tragödie“ erschüttert worden. US-Präsident Joe Biden sprach von einem „furchtbaren Akt der Gewalt“ und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, ordnete an, die Fahnen auf halbmast zu setzen.

Waukesha liegt westlich der Großstadt Milwaukee im Mittleren Westen der USA – und rund eine Autostunde von der Stadt Kenosha entfernt, wo am Freitag der 18-jährige Kyle Rittenhouse nach tödlichen Schüssen auf Anti-Rassismus-Demonstranten im August 2020 von allen Anklagepunkten freigesprochen worden war. Zunächst hatte es Befürchtungen gegeben, der Vorfall in Waukesha könnte mit dem umstrittenen Freispruch für Rittenhouse zusammenhängen.

Quelle: AFP

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