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Mammutprozess um 'Ndrangheta-Drogenhandel wegen Corona-Falls unterbrochen

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Der Mammutprozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der kalabrischen Mafiagruppierung ‚Ndrangheta ist gleich zu Beginn am Montag wegen eines Corona-Falls unterbrochen worden. Nach einem positiv ausgefallenen Corona-Test bei seiner Mutter befand sich ein Angeklagter in Quarantäne, wie der Vorsitzende Richter Jens Luge mitteilte. Das Hauptverfahren vor dem Landgericht Duisburg soll voraussichtlich am Freitag fortgesetzt werden.

„Wir wollen und müssen das Verteidigungsrecht aller Angeklagten beachten“, sagte Luge. Das Verfahren solle daher nur „gemeinsam mit allen Verfahrensbeteiligten“ geführt werden. 14 Angeklagte müssen sich wegen Drogenhandels mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain verantworten. Der Handel soll „besonders gut organisiert gewesen“ sein, wie Gerichtssprecherin Sarah Bader vor dem Prozessauftakt erklärte.

Weiter werden den Angeklagten die Bildung und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Im Fall einer Verurteilung drohen allein für den Tatbestand der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung bis zu 15 Jahre Haft. Aus Sicherheitsgründen findet der Prozess im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf statt.

© Agence France-Presse




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