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John Le Carré wurde vor seinem Tod irischer Staatsbürger

Copyright AFP/Archiv Daniel LEAL-OLIVAS

Der im Dezember gestorbene Schriftsteller John Le Carré hat kurz vor seinem Tod die irische Staatsbürgerschaft angenommen. Wie einer der Söhne des Schriftstellers, Nick Cornwell, der britischen Rundfunkgesellschaft BBC für eine am Samstag geplante Sendung sagte, ist Le Carré auf einem der letzten Fotos von ihm „in eine irische Flagge gehüllt“ und „lächelnd“ zu sehen. Le Carré, der mit bürgerlichem Namen David Cornwell hieß, war ein entschiedener Brexit-Gegner.

Die BBC-Sendung wurde von Le Carrés Freund Philippe Sands produziert. „Als er starb, war er irischer Staatsbürger geworden“, sagte Nick Cornwell, dessen Äußerungen am Donnerstag von der Tageszeitung „The Times“ vorab veröffentlicht wurden. Le Carré besann sich demnach seiner irischen Wurzeln und begab sich nach Cork im Süden Irlands, wo seine Großmutter gelebt hatte. Dort sei er von der Stadtarchivarin mit den Worten empfangen worden „Willkommen zu Hause“, erzählte Nick Cornwell.

Wegen des Brexit haben zahlreiche Briten mit irischen Wurzeln die irische Staatsbürgerschaft beantragt, um die Freizügigkeit in der Europäischen Union genießen zu können. Le Carré zeichnete in seinem letzten Roman, der im Oktober 2019 erschien, ein düsteres Bild des britischen Premierministers Boris Johnson, den er als „Ignoranten“ bezeichnete. Großbritannien befindet sich in diesem Roman im freien Fall.

Quelle: AFP

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