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Intensivmediziner empfiehlt angesichts von möglicher vierter Welle Beibehaltung der AHA-Regeln

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In Hinblick auf eine mögliche vierte Corona-Welle hat der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, eine Beibehaltung der AHA-Regeln empfohlen. „Wir haben es wirklich selbst in der Hand, ob und wie sich eine vierte Welle entwickeln kann“, sagte Marx der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Die sogenannten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) bieten nach Ansicht des Mediziners einen wichtigen Schutz. 

Marx zeigte sich hinsichtlich der Verhinderung einer vierten Corona-Welle verhalten optimistisch: „Wir haben in Deutschland aktuell mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung geimpft, was sich deutlich in der Belegung der Intensivstationen bemerkbar machen wird“, sagte er der Zeitung. Bei einem erneuten Anstieg der Inzidenzen sei daher eine deutlich flachere Kurve bei Patienten mit schwerer Erkrankung zu erwarten. 

Er betonte aber: „Sollten die Infektionsraten sprunghaft ansteigen und ungebremst anwachsen, werden wir auch wieder eine deutliche Zunahme an schwer kranken Patienten erleben, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen“. 40 Millionen Menschen in Deutschland seien noch nicht geimpft.

Auch in Deutschland ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch. Am Mittwoch hatte das RKI mitgeteilt, dass die zuerst in Indien festgestellte Variante nun für mehr als 50 Prozent aller Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland verantwortlich ist.

Quelle: AFP

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