in

Gut zehn Jahre nach Grubenunglück in Neuseeland Bergungseinsatz eingestellt

Copyright AFP/Archiv PHILIPPE HUGUEN

Mehr als ein Jahrzehnt nach einem schweren Minenunglück in Neuseeland ist die Suche nach den sterblichen Überresten der 29 Todesopfer eingestellt worden. Die mit dem Bergungseinsatz beauftragte Pike River Recovery Agency erklärte am Mittwoch, die Einsatzkräfte seien 2,3 Kilometer weit in den Stollen der Pike-River-Kohlegrube vorgedrungen, in der sich im November 2010 eine schwere Methangas-Explosion ereignet hatte. An dieser Stelle sei der Stollen aber eingestürzt und unpassierbar.

Nach dem Grubenunglück hatte die damalige Regierung versprochen, die verschütteten Leichen der 29 Bergleute zu bergen. Aus Furcht vor weiteren Explosionen wurde der Einsatz jedoch ausgesetzt. Angehörige der Opfer reagierten empört. Die Kontroverse damals war so heftig, dass Jacinda Ardern die Wiederaufnahme der Bergungsaktion in ihrem Wahlkampf 2017 versprach, mit dem sie das Amt der Premierministerin gewann.

Nun stellten die Einsatzkräfte jedoch fest, dass der Stollen offenbar bei dem Unglück 2010 eingestürzt war. Dadurch können sie nicht in das Gebiet vordringen, in dem die sterblichen Überreste der Bergarbeiter vermutet werden. 

Der Einsatzleiter der Pike River Recovery Agency, Dinghy Pattinson, erklärte, der Einsatz könne zumindest mit dem guten Gefühl abgeschlossen werden, dass alles Menschenmögliche versucht worden sei. “Die Jungs und ich fühlen uns ziemlich gut, weil wir jetzt so weit wir konnten in den Stollen vorgedrungen sind”, schilderte Pattinson.

Bei den Todesopfern des Grubenunglücks handelte es sich um 24 Neuseeländer, zwei Australier, zwei Briten und einen Südafrikaner. Eine offizielle Untersuchung des Vorfalls von 2012 kam zu dem Schluss, dass es in dem Kohlebergwerk auf Neuseelands Südinsel Sicherheitsmängel gegeben habe und es nie hätte in Betrieb gehen dürfen. Die Polizei fand dennoch keine ausreichenden Beweise, um ein Verfahren gegen die Betreiber der Grube einzuleiten.

Quelle: AFP

Unionspolitiker stellen Corona-Politik der Regierung infrage

Fassadenarbeiter sitzt in 23 Metern Höhe stundenlang auf defekter Hebebühne fest