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GEW kritisiert Vorgehen der Länder bei Corona-Gipfel als "unverständlich"

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Die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesländer im Streit um schärfere Corona-Maßnahmen in den Schulen kritisiert. „Es ist völlig unverständlich und sachlich nicht begründet, warum sich die Länder gegen Wechselunterricht wehren, der für die Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen ist“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe den Zeitung des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Dienstag. Die Länder seien „verantwortungslos“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Montag über schärfere Corona-Eindämmungsmaßnahmen beraten, konkrete Entscheidungen aber zunächst auf kommende Woche vertagt. Der Bund hatte dabei zusätzliche Vorkehrungen in Schulen gefordert, darunter ein Halbierung von Klassen und die Einführung eines Systems des Wechselunterrichts. Die Länder lehnten dies ab.

Tepe verwies auf Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK), wonach inzwischen rund 200.000 Schüler in Quarantäne und mehr als 3000 Lehrer mit dem Coronavirus infiziert seien. Vor diesem Hintergrund sollten „zielführende Vorschläge“ nicht abgelehnt werden. Das gelte auch im Grundschulbereich. Dort solle nun zügig nach zusätzlichen Räumen gesucht werden, um Abstände in Klassen einhalten zu können.

© Agence France-Presse




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