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Firma in Lindau um 50.000 Euro betrogen

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Am 01.12.2021 zeigte ein Verantwortlicher eines Lindauer Betriebes an, dass von einem Firmenkonto knapp 50.000 Euro transferiert worden sei, ohne dass ein entsprechender Auftrag vorgelegen habe. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass ein Mitarbeiter der Buchhaltung eine gefakte E-mail erhalten hatte. Diese erweckte für ihn den Anschein, dass der Geschäftsführer diese Transaktion in Auftrag geben würde. Daraufhin veranlasste der Mitarbeiter die Transaktion auf ein deutsches Konto.

Nachdem der Betrug erst ein paar Tage später aufgefallen war, war das Geld auf dem Empfängerkonto bereits transferiert und konnte nicht mehr zurückgehalten werden.

Die Masche

Bei der Betrugsmasche „CEO-Fraud“ versuchen Täter, entscheidungsbefugte Personen in Unternehmen zu manipulieren, damit diese hohe Geldbeträge ins Ausland überweisen. Dabei spiegeln die Täter vor, der Auftrag käme unmittelbar vom Chef des Unternehmens (Geschäftsführer oder Vorstand = Chief Executive Officer = CEO). Es handelt sich um eine Variante des sogenannten Social Engineerings, bei dem die „Schwachstelle Mensch“ ausgenutzt wird.

Geschicktes Vorgehen

Die Täter gehen meist sehr geschickt vor, indem sie sich zunächst möglichst viele Informationen über das Unternehmen und die Strukturen des Unternehmens verschaffen. Ein Augenmerk legen die Täter dabei auf Angaben zu Geschäftspartnern und künftigen Investments, E-Mail-Erreichbarkeiten oder auch Informationen in sozialen Netzwerken zu Mitarbeitern des Unternehmens.

Gut organisierte Täter

Mit diesen Informationen gelingt es den gut organisierten Tätern beispielsweise überzeugend als Geschäftsführer oder weisungsbefugter Entscheidungsträger eines Unternehmens aufzutreten. Buchhaltern oder anderen Entscheidungsträgern eines Unternehmens wird durch mehrfache E-Mails und Anrufe vorgespielt, eine dringende und geheime Geldüberweisung müsse schnell und unauffällig durchgeführt werden. Die Täter schaffen es häufig, großen psychischen Druck aufzubauen. So gelingt es ihnen regelmäßig, auch erfahrene Mitarbeiter zur Überweisung hoher Beträge zu bewegen.

Lindauer Kripo ermittelt

Die Ermittlungen zu den eigentlichen Hintermännern werden bei der Kriminalpolizeistation Lindau geführt.

Gegen den Inhaber des deutschen Empfängerkontos wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Quelle: Polizei Bayern

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