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Fast 50 Menschen bei Busunfall in Bulgarien ums Leben gekommen

Copyright AFP Dimitar KYOSEMARLIEV

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind am Dienstag fast 50 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Das Fahrzeug verunglückte in der Nacht auf einer Autobahn rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia. Der Reisebus, der auf dem Weg von der Türkei nach Nordmazedonien war, krachte in die Leitplanke und brannte vollständig aus. Es war das schlimmste Busunglück in Europa seit Jahren.

Bis zum Nachmittag wurden 46 Todesopfer geborgen. „Zwölf der Opfer waren unter 18 Jahre alt“, sagte Bulgariens Polizeichef Stanimir Stanew dem Sender bTV. „Der Fahrer war sofort tot, so dass niemand die Türen öffnen konnte.“

Die sieben Überlebenden wurden mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus in Sofia gebracht. Sie seien aus den Fenstern des Busses gesprungen, sagte die Leiterin der Station für Verbrennungsopfer, Maja Arguirowa. Ihren Angaben zufolge schwebte keiner der Verletzten in Lebensgefahr.

Nordmazedoniens Gesundheitsminister Venko Filipce sagte nach einem Besuch im Krankenhaus dem Fernsehsender BNT, die sieben Überlebenden – ein 16-jähriges Mädchen, eine Frau und fünf Männer – gehörten alle zur selben Familie. Die meisten Toten stammten nach offiziellen Angaben aus Nordmazedonien, unter den Opfern sind aber auch ein Belgier und ein Serbe.

Bulgariens Übergangsregierungschef Stefan Janew sagte, es sei eine Untersuchung des Unfalls eingeleitet worden. Er wies zugleich die Vermutung zurück, dass der Unfall auf schlechte Straßenverhältnisse zurückzuführen sei. Auf Fotos war das völlig ausgebrannte Wrack des Busses zu sehen, der in die Leitplanke zwischen den beiden Fahrbahnen der Autobahn gekracht war.

Laut dem Sender bTV war der Bus auf dem Weg von Istanbul in die nordmazedonische Hauptstadt Skopje. Nordmazedonische Medien berichteten, der Bus sei bei einer Reiseagentur registriert gewesen, die Urlaubs- und Shoppingtouren nach Istanbul organisiert.

Der nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev sagte der staatlichen Nachrichtenagentur MIA nach einem Gespräch mit einem Überlebenden, die Passagiere hätten in dem Bus geschlafen und seien von einem lauten Knall geweckt worden. „Es ist ihnen gelungen, eines der Fenster einzuschlagen und ein paar Menschen zu retten“, sagte Zaev. „Es ist eine große Tragödie.“ Viele der Opfer seien Minderjährige und „junge Leute im Alter von 20 bis 30 Jahren“.

In Bulgarien kommen jedes Jahr hunderte Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben. Die Unfälle werden oft auf schlechte Straßenverhältnisse, veraltete Autos und zu schnelles Fahren zurückgeführt. Bei einem Busunglück im Jahr 2018 waren 20 Menschen ums Leben gekommen, als ihr Bus auf nasser Fahrbahn ins Schleudern kam und sich überschlug.

Das bisher schlimmste Busunglück der vergangenen Jahre in Europa ereignete sich 2015 im Südwesten Frankreichs. Damals war ein Reisebus mit einer Seniorengruppe an Bord frontal mit einem Lastwagen zusammengestoßen, 43 Menschen starben. 

Quelle: AFP

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