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Ex-Besitzer Nordic Yards an insolventen Werften in Stralsund und Rostock interessiert

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Copyright AFP/Archiv Ina FASSBENDER

Der ehemalige Eigentümer der insolventen Werften in Wismar, Stralsund und Rostock, Nordic Yards, hat Interesse an den beiden Standorten Stralsund und Rostock. “Beide Standorte könnten im Verbund enorme Synergien im Bereich der Schiffsreparaturen, dem Bau von Offshore-Konverterstationen oder auch bei der Umrüstung von Schiffen auf grüne Energie hervorbringen”, sagte die Geschäftsführerin von Nordic Yards Warnemünde, Olga Scholtz, der “Welt am Sonntag”. 

“Aus unserer Kalkulation heraus wäre ein Betrieb mit 950 bis 1100 Mitarbeitern wirtschaftlich gerechtfertigt”, sagte Scholtz weiter. Der Eigentümer der drei Werften, Genting Hongkong, hatte für die drei Werften am Montag Insolvenzantrag gestellt. 

Nordic Yards gehört dem russischen Investor Witali Jussufow. Das Unternehmen hatte in Wismar, Stralsund und Rostock von 2009 bis 2016 für Siemens und ABB Konverterstationen gebaut, mit denen küstenferne Windparks auf der Nordsee an das Stromnetz angeschlossen werden. Als Nordic Yards 2016 keine Aufträge mehr hatte, verkaufte Jussufow die Werften an Genting Hongkong. 

“Nordic Yards steht in den Startlöchern. Wir haben die Konstruktionspläne unserer früheren Plattformprojekte entsprechend der aktuellen technologischen Entwicklungen und gegenwärtigen Marktnachfrage angepasst”, sagte Geschäftsführerin Scholtz der Zeitung weiter. Die Konstruktion einer neuen Plattform würde demnach zwölf Monate dauern. “Wir müssten dafür auch die Stahlproduktion in Warnemünde neu einrichten und organisieren.”

Die Offshore-Windkraft-Branche in Deutschland sieht einen massiv steigenden Bedarf an Konverterstationen, Spezialschiffen und anderen Anlagen. “Wir müssen ganz signifikante Anstrengungen unternehmen, um die erhöhten Zubauziele der neuen Bundesregierung für die Offshore-Windkraft zu erreichen”, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Offshore-Windenergie, Karina Würtz, der “WamS”. Dazu werde die Offshore-Windkraft-Branche auch die deutschen Werften brauchen.

Quelle: AFP

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