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Einstein-Manuskript in Paris für Rekordsumme von 11,6 Millionen Euro versteigert

Copyright AFP/Archiv TIMOTHY A. CLARY

Ein Manuskript des Physikers Albert Einstein zur Relativitätstheorie ist in Paris für die Rekordsumme von 11,6 Millionen Euro versteigert worden. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, erzielte das 54-seitige Dokument damit am Dienstagabend im Auktionshaus Christie’s einen viel höheren Erlös als erwartet. Einstein hatte es in den Jahren 1913 und 1914 mit seinem Kollegen und Vertrauten Michele Besso verfasst.

Christie’s hatte den Wert des Dokuments im Vorfeld der Auktion auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Es handele sich „zweifellos um das wertvollste Einstein-Manuskript“, das jemals bei einer Auktion angeboten worden sei. Handschriftliche Forschungsmanuskripte des Physikers aus dieser Zeit seien „äußerst selten“, erklärte Christie’s. 

Die Auktion ging mit einem Startpreis von 1,5 Millionen Euro los. Bereits nach wenigen Minuten schnellte diese Summe in die Höhe. Am Ende lieferten sich zwei Bieter ein telefonisches Gefecht um das Manuskript, indem sie sich mehrfach in 200.000-Euro-Schritten gegenseitig überboten. Etwa hundert Schaulustige verfolgten die Versteigerung im Auktionssaal. Die Nationalität des Käufers wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Dass das nun versteigerte Manuskript noch erhalten sei, sei Einsteins Vertrautem Besso zu verdanken, erklärte Christie’s. Dies komme einem „Wunder“ gleich, da es unwahrscheinlich scheine, dass Einstein ein im Arbeitsprozess entstandenes Papier aufbewahrt hätte. 

Das Manuskript befasst sich mit der allgemeinen Relativitätstheorie, in der Einstein auf seiner 1905 ausgearbeiteten speziellen Relativitätstheorie mit der berühmten Formel E=mc² aufbaute. Einsteins 1915 veröffentlichte allgemeine Relativitätstheorie revolutionierte das Verständnis der Menschheit vom Universum und wichtiger physikalischer Phänomene. Sie zählt zu den großen physikalischen Theorien des 20. Jahrhunderts. 

Zu den weiteren bahnbrechenden Arbeiten des in Ulm geborenen Wissenschaftlers gehört die Lichtquantenhypothese, für die er 1921 den Physik-Nobelpreis erhielt. Einstein starb 1955 im Alter von 76 Jahren in den USA. 

Das versteigerte Manuskript sei eines von nur zwei Arbeitsdokumenten Einsteins zur Entstehung der allgemeinen Relativitätstheorie, deren Existenz bekannt sei, erklärte Christie’s. Es sei in diesem Sinne ein „außergewöhnliches Zeugnis“ von Einsteins Arbeit und biete einen „faszinierenden Blick in den Geist des größten Wissenschaftlers des 20. Jahrhunderts“.

Bereits in der Vergangenheit erzielten Manuskripte Einsteins Millionenerlöse. Ein Brief über Gott kam 2018 für 2,8 Millionen Euro unter den Hammer, ein Brief über das Geheimnis des Glücks brachte im Jahr 2017 rund 1,39 Millionen Euro ein. 

Quelle: AFP

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