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Dutzende jüdische Pilger bei Massenpanik in Israel gestorben

Copyright AFP/Archiv Axel Heimken

Dutzende jüdische Pilger sind bei einer Massenpanik im Norden Israels ums Leben gekommen. Bei dem Unglück im Ort Meron seien zudem mehrere Menschen schwer verletzt worden, teilten die Rettungskräfte am frühen Freitagmorgen mit. Anlässlich des jüdischen Feiertags Lag BaOmer hatten sich zehntausende meist ultraorthodoxe Pilger in Meron am Grab des Rabbiners Schimon Bar Jochai versammelt. 

Der Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) erklärte, er kämpfe um die Leben dutzender Verletzter und werde nicht aufgeben, „bis das letzte Opfer evakuiert wurde.“ Israelische Medien veröffentlichten Bilder, auf denen mehrere Leichen in Plastiksäcken zu sehen waren. Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz, um die Verletzten in Krankenhäuser zu bringen. Auch die israelische Armee schickte Ärzteteams und Helikopter nach Meron.

Anfangs hieß es, der Einsturz einer Tribüne habe das Unglück verursacht. Später sprachen die Rettungskräfte aber von einem tödlichen Massengedränge. „Das ist eine der schlimmsten Tragödien, die ich je erlebt habe“, sagte Lazar Hyman von der Rettungsorganisation United Hatzalah.

Die Behörden hatten die Teilnehmerzahl der Wallfahrt auf 10.000 Pilger beschränkt, nach Angaben der Organisatoren reisten aber mindestens 30.000 Gläubige aus ganz Israel an. In Medienberichten war sogar von 100.000 Pilgern die Rede. Rund 5000 Polizisten waren vor Ort, um das religiöse Fest abzusichern. Es handelte sich um die größte öffentliche Versammlung in Israel seit Beginn der Corona-Pandemie.

Quelle: AFP

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