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Dutzende Angreifer beschießen Polizeiwache in Pariser Vorort mit Feuerwerkskörpern

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Etwa 40 Angreifer haben eine Polizeiwache in einer Pariser Vorstadt mit Feuerwerkskörpern beschossen. Bei der rund einstündigen Attacke in Champigny-sur-Marne in der Nacht zum Sonntag wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt, mehrere Polizeiautos und die Eingangstür wurden beschädigt. Es gab zunächst keine Festnahmen. Politiker und Gewerkschaften verurteilten den Angriff.

Den Angabenzufolge  hielten sich zwei Polizisten für eine Zigarettenpause vor der Polizeiwache auf, als die Angreifer autauchten. Die Beamten schafften es demnach gerade noch, sich vor den teils mit Eisenstangen bewaffneten Angreifern in Sicherheit zu bringen.

Der Bürgermeister von Champigny-sur-Marne, Laurent Jeanne, sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei dem Angriff habe es sich möglicherweise um eine Vergeltungsaktion für einen angeblich von Polizisten verursachten Motrorroller-Unfall gehandelt. Beweise für eine Verantwortung der Beamten bei dem Unfall gebe es aber nicht, betonte Jeanne. 

Innenminister Gérald Darmanin deutete im Online-Dienst Twitter einen Zusammenhang zum Drogenmilieu an. „Diese kleinen Dealer jagen niemandem Angst ein – und sie werden unsere Anti-Drogen-Arbeit nicht verhindern“, schrieb er. 

Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement betonte im Kurzbotschaftendienst Twitter seine „Unterstützung für die Polizeibeamten, die von diesen inakzeptablen Taten betroffen sind“. Auch die Polizeigewerkschaft Alliance verurteilte den Angriff. Es sei höchste Zeit, die Gewalt gegen Sicherheitskräfte zu stoppen. Der Regierung warf Alliance vor, bislang nicht genug für den Schutz von Polizisten unternommen zu haben.

Die Polizeiwache in Champigny-sur-Marne war bereits mehrfach Ziel ähnlicher Angriffe. Der jüngste Zwischenfall erfolgte wenige Tage nach einem brutalen Angriff auf zwei Polizisten in einem anderen Vorort von Paris.

Laut einer im vergangenen November veröffentlichten Studie der französischen Beobachtungsstelle für Kriminalität (ONDRP) wurden im Jahr 2018 rund 12.850 Polizeibeamte bei Angriffen verletzt, ein Anstieg von fast 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 




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