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DRK-Studie: Übergriffe gehören im Rettungsdienst zum Alltag

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Fast jeder fünfte Mitarbeiter des DRK-Rettungsdiensts wird mindestens ein- bis zweimal pro Woche im Einsatz beleidigt oder beschimpft. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hervor, für die Angaben von 425 Mitarbeitern im Rettungsdienst ausgewertet wurden. Die Daten für die nicht repräsentative Studie wurden von August bis November 2019 erhoben.

Über die aktuelle DRK-Studie hatte zuerst der “Spiegel” berichtet. Laut DRK sind 40,3 Prozent der Befragten ausschließlich von verbaler Gewalt betroffen und etwa ein Drittel sowohl von verbalen als auch körperlichen Übergriffen. Ausschließlich tätliche Übergriffe wurden von 14,1 Prozent genannt.

Die Täter sind dem DRK zufolge in etwa drei Vierteln der Fälle die Patienten selbst, jedoch zu gleichen Teilen auch Freunde (42,6 Prozent) und Angehörige (40,7 Prozent). Die häufigste Form bei den tätlichen Übergriffen sind demnach Schlagen und Treten (32,7 Prozent) fast gleichauf mit Schubsen (31,5 Prozent).

“Die Ergebnisse sind erschreckend”, erklärte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. “Wir müssen leider feststellen, dass Beleidigungen, Beschimpfungen und auch körperliche Übergriffe mittlerweile zum Alltag im Rettungsdienst gehören.” Hasselfeldt plädierte dafür, Rettungsdienstmitarbeiter noch besser für solche Situationen zu schulen und Straftäter konsequent zu verfolgen.

Quelle: AFP

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