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Deutscher Buchpreis für Anne Webers Roman "Annette, ein Heldinnenepos"

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Der Deutsche Buchpreis 2020 geht an die Schriftstellerin Anne Weber. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Annette, ein Heldinnenepos“, erschienen im Verlag Matthes & Seitz, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montagabend mitteilte. Der Preis wurde zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen, die am Mittwoch beginnt und wegen der Corona-Pandemie fast vollständig digital stattfindet.

Die siebenköpfige Jury begründete die Auszeichnung für Anne Weber mit deren kraftvollem Erzählstil. Es sei „atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet“, heißt es in der Begründung. 

„Annette, ein Heldinnenepos“ sei „eine Geschichte voller Härten, die Weber aber mit souveräner Dezenz und feiner Ironie erzählt“, erklärte die Jury. Dabei gehe es in dem Roman „um nichts weniger als die deutsch-französische Geschichte als eine der Grundlagen unseres heutigen Europas“.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2020 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels seit 2005 den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2500 Euro. 

Für die Shortlist des diesjährigen Buchpreises nominiert waren außerdem Bov Bjerg mit „Serpentinen“, Dorothee Elmiger mit „Aus der Zuckerfabrik“, Thomas Hettche mit „Herzfaden“, Deniz Ohde mit „Streulicht“ und Christine Wunnicke mit „Die Dame mit der bemalten Hand“. Im vergangenen Jahr war der Schriftsteller Sasa Stanisic für seinen Roman „Herkunft“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. 

Wegen der Corona-Pandemie finden in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen der Frankfurter Buchmesse digital statt. Das Gastland Kanada verschob seinen physischen Auftritt auf das kommende Jahr. Im vergangenen Jahr waren rund 302.000 Besucher zur Messe gekommen.

© Agence France-Presse




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