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Datingportale im Internet in Corona-Zeiten mit regem Zulauf

Copyright AFP/Archiv Patrik STOLLARZ

Angesichts der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie werden Online-Datingportale deutlich reger genutzt als zuvor. Etwa jeder dritte Nutzer solcher Datingdienste – 35 Prozent – loggt sich seit Corona häufiger dort ein, wie der Branchenverband Bitkom am Freitag in Berlin mitteilte. Bei den Frauen sind es sogar 40 Prozent, bei den Männern 29 Prozent.

Knapp sieben von zehn Nutzern von Onlinedating-Diensten meldeten sich während der Pandemie zudem bei weiteren Portalen an – und fünf Prozent der Menschen in Deutschland probierten erstmals überhaupt Onlinedating aus. Insgesamt gab jeder zehnte Nutzer an, er habe während der Corona-Pandemie im Internet die große Liebe kennengelernt.

Für sieben von zehn Nutzern waren die Apps und Portale während der Corona-Pandemie demnach der einzige Weg, um neue Menschen kennenzulernen. Bei den Männern sagen dies sogar 75 Prozent – und 64 Prozent bei den Frauen. Jeder Dritte (34 Prozent) fühlt sich durch Onlinedating während der Corona-Pandemie weniger einsam. Jedem Fünften (19 Prozent) hilft es, um insgesamt durch die Krise zu kommen. Befragt wurden 1005 Menschen ab 16 Jahren.

Am meisten werden demnach kostenlose Basisversionen von Datingportalen und -apps wie Parship, neu.de oder Tinder genutzt. 27 Prozent flirten hier online, das sind zehn Prozent mehr als vor der Pandemie. Jeder Achte (13 Prozent) nutzte seit Corona erstmals ein kostenpflichtiges Onlinedating-Angebot – vor der Pandemie waren dies nur sechs Prozent. 15 Prozent der Menschen in Deutschland flirten außerdem in Singleforen sozialer Netzwerke online.

Komplett kostenlose Datingdienste, die über keinerlei kostenpflichtige Option verfügen, werden mit acht Prozent vergleichsweise selten genutzt. Als Nutzer von Seitensprungportalen geben sich lediglich zwei Prozent der Befragten zu erkennen sowie ein Prozent bei Onlineportalen für erotische Kontakte. Insgesamt sucht über alle Angebote hinweg rund jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) nach einem Partner oder einer Partnerin im Netz.

Quelle: AFP

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