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Corona-Lockdown für Kanadas größte Stadt verfügt

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Wegen der beschleunigten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist für Kanadas größte Stadt Toronto ein Lockdown verfügt worden. Die Restriktionen für Toronto und viele Vororte der Stadt treten am Montag in Kraft, wie der Regierungschef der Provinz Ontario, Doug Ford, am Freitag mitteilte. „Ich bin deutlich gewesen: Die Lage ist extrem ernst und es sind weitere Maßnahmen nötig“, sagte er bei einer Pressekonferenz.

Der Lockdown soll mindestens 28 Tage lang dauern, Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 750 kanadischen Dollar (483 Euro) geahndet werden. Für Treffen im Freien sowie für religiöse Feiern, Beerdigungen und Hochzeiten gilt eine Obergrenze von zehn Menschen. Private Treffen drinnen sind gänzlich untersagt. 

Friseursalons und Schönheitssalons sowie Fitnessstudios und Casinos müssen schließen. Nicht notwendige Geschäfte sowie Restaurants dürfen ihre Waren nur liefern oder zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen bleiben offen.

„Wir können es nicht riskieren, unsere Krankenhäuser zu überlasten“, rechtfertigte Ford die Restriktionen. Zuvor hatte der kanadische Premierminister Justin Trudeau vor wegen der Corona-Pandemie überfüllten Krankenhäusern gewarnt. 

Vor dem Land liege „ein langer Winter“, sagte Trudeau. „Wenn Sie planen, dieses Wochenende Freunde zu treffen, tun sie es vielleicht nicht“, appellierte der Premierminister an seine Mitbürger. „Wenn Sie an die Ausrichtung einer Geburtstagsfeier oder eines Abendessens gedacht haben – tun Sie es nicht.“

In Kanada wurden bis Freitag 317.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 11.273 Infizierte starben. In den vergangenen sieben Tagen stiegen die Fallzahlen deutlich an auf knapp 4800 Neuinfektionen pro Tag und täglich 65 Corona-Tote.

© Agence France-Presse




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