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Braun hält Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Pandemie für unzureichend

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Das Bundeskanzleramt hält die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom Mittwoch für unzureichend. Die Entscheidungen seien zwar ein „wichtiger Schritt, aber sie werden vermutlich nicht ausreichen“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Deshalb komme es auf die Bevölkerung an.

Es solle nunmehr jeder „nicht nur gucken, was darf ich jetzt, sondern wir müssen im Grunde genommen alle mehr machen und vorsichtiger sein als das, was die Ministerpräsidenten gestern beschlossen haben“. Bei jeder großen Pandemie gebe es eine zweite Welle. „Jetzt kann es überhaupt keine Frage mehr geben, dass das der Beginn einer sehr großen zweiten Welle ist.“ Und „je länger wir warten und je weniger entschlossen wir handeln, desto entscheidender ist das nicht nur für unsere Wirtschaft, sondern auch für unsere Gesundheit“.

Braun äußerte Verständnis für die Irritationen, die das umstrittene Beherbergungsverbot ausgelöst hat. Er riet den Menschen gleichwohl: „Bleiben Sie zu Hause. Jetzt ist nicht die Zeit zu reisen, sondern Zeit, Kontakte deutlich zu reduzieren.“ Experten hätten vorgerechnet, dass im Grunde alle Kontakte halbiert werden müssten.

Die Länderregierungschefs hatten am Mittwochabend mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. Es gab die Einigung auf eine ausgeweitete Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23.00 Uhr verständigt. Über das Beherbergungsverbot wurde keine Einigung erzielt. Damit bleibt es dabei, dass es in einigen Ländern gilt, in anderen aber nicht.

© Agence France-Presse




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