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Bericht: Bundesbürger gaben im Corona-Jahr 2020 im Schnitt 1250 Euro weniger aus

Passanten in München
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Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben einem Medienbericht zufolge im Corona-Krisenjahr 2020 durchschnittlich mindestens 1250 Euro weniger für den privaten Konsum ausgegeben als im Jahr zuvor. Wie die Düsseldorfer „Rheinische Post“ am Dienstag unter Berufung auf eine Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete, summiert sich damit der Konsumverlust auf insgesamt mindestens 104 Milliarden Euro.

Das Institut beruft sich demnach auf Daten aus dem IW-Verbrauchervertrauensindex, den die Forscher quartalsweise mit dem internationalen Think-Tank „The Conference Board“ ermitteln. Der Minderkonsum verteile sich dabei teilweise auf die verringerten Einkommen und teilweise auf eine höhere Ersparnis. Vor allem für Kleidung und Schuhe sei deutlich weniger ausgegeben worden. 

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in der vergangenen Woche erklärt, die Konsumenten hätten Kaufkraft von insgesamt rund 200 Milliarden Euro aufgestaut. Würden sie dieses Geld im Falle des Endes der Corona-Krise in den Konsum stecken, könne der für den Sommer erwartete Aufschwung noch deutlich kräftiger ausfallen als erwartet. 

Das arbeitgebernahe IW dämpft laut „Rheinischer Post“ nun diese Erwartungen. Trotz der angestauten Kaufkraft hielten sich die Bürger in Umfragen zur Konsumentenlaune derzeit weiter zurück. Die Einschätzung der Befragten, ob gerade eine gute Kaufgelegenheit sei, rutschte im ersten Quartal 2021 demnach wieder in den negativen Index-Bereich. 43 Prozent wollten ihr überschüssiges Einkommen sparen, normalerweise seien es unter 30 Prozent.

Quelle: AFP

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