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Allmendinger für ergänzende Corona-Hilfen für Berufstätigkeit von Frauen

Copyright AFP/Archiv INA FASSBENDER

Für die Soziologin Jutta Allmendinger zeigt die Pandemie, „dass die Themen von Frauen immer noch am Ende der Agenda stehen“. So werde ihnen durch geschlossene Schulen noch mehr unbezahlte Arbeit zugemutet, sagte die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung dem „Mannheimer Morgen“ vom Dienstag. Dabei hätten Frauen davor ohnehin schon deutlich mehr als Männer geschultert.

Allmendinger kritisierte auch das Homeoffice. Es entziehe Frauen dem öffentlichen Raum, sagte sie der Zeitung. „Homeoffice macht zunichte, wofür Frauen jahrzehntelang gekämpft haben: ein Stück eigenes Leben.“ Sie schlug eine Ergänzung der Corona-Hilfen um solche vor, die „Frauen in Erwerbstätigkeit halten oder bringen“.

Solange die Schulen geschlossen seien, könnten etwa Studierende oder andere Menschen auf Kinder aufpassen. „Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass Frauen trotz Pandemie freie Zeit haben, in der sie sich ungestört ihrer Erwerbsarbeit widmen können“, sagte Allmendinger.

Quelle: AFP

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