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Abschiedsausstellung für koloniale Beutekunst in Paris

Copyright AFP/Archiv Christophe ARCHAMBAULT

Es ist eine Abschiedsausstellung der besonderen Art: Das Pariser Museum Quai Branly zeigt von Dienstag an 26 afrikanische Kunstgegenstände, die anschließend an Benin zurückgegeben werden. „Dies ist weltweit die erste bedeutende Restitution von Kunst nach Afrika seit dem Ende der Kolonialzeit, ein geradezu historisches Ereignis“, sagte die Berliner Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Die Französin kämpft seit Jahren für die Rückgabe kolonialer Beutekunst. 2018 hatte sie im Auftrag von Präsident Emmanuel Macron einen umfassenden Bericht dazu vorgelegt. Die Rückgabe wurde durch ein 2020 verabschiedetes Gesetz ermöglicht. 

Die 26 ausgestellten Objekte waren im 19. Jahrhundert von französischen Soldaten nach Frankreich gebracht worden. Etwa 90.000 Kunstgegenstände aus Afrika befinden sich Schätzungen zufolge in französischen Museen, etwa 70.000 allein im Museum Quai Branly.

Derzeit arbeitet das Museum daran, die Stücke zu identifizieren, „die unter gewaltsamen Umständen nach Frankreich gebracht wurden“, wie Museumsleiter Emmanuel Kasarhérou sagte. „Es wurden ja nicht alle Gegenstände gestohlen“, fügte er hinzu. Viele Objekte hätten auch mehrfach den Besitzer gewechselt. „Wir arbeiten auch mit Kollegen aus Afrika zusammen, um Wanderausstellungen zu organisieren“, sagte Kasarhérou.

Quelle: AFP

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