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46 Menschen bei Busunfall in Bulgarien ums Leben gekommen

Copyright AFP François WALSCHAERTS

Bei einem Busunfall in Bulgarien sind am Dienstag 46 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Das Fahrzeug verunglückte in der Nacht auf einer Autobahn rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia, wie die Polizei mitteilte. Der Reisebus, der Medienberichten zufolge auf dem Weg von der Türkei nach Nordmazedonien war, krachte in die Leitplanke und brannte vollständig aus. 

Unter den Toten sind zwölf Minderjährige. „Zwölf der Opfer waren unter 18 Jahre alt“, sagte Bulgariens Polizeichef Stanimir Stanew dem Sender bTV. „Der Fahrer war sofort tot, sodass niemand die Türen öffnen konnte.“ 

Die sieben Überlebenden wurden mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus in Sofia gebracht. Sie seien aus den Fenstern des Busses gesprungen, sagte die Leiterin einer Fachabteilung der Klinik, Maja Arguirowa. Ihren Angaben zufolge schwebt keiner der Verletzten in Lebensgefahr.

Der nordmazedonische Gesundheitsminister Venko Filipce sagte nach einem Besuch im Krankenhaus dem Fernsehsender BNT, die sieben Überlebenden – ein 16-jähriges Mädchen, eine Frau und fünf Männer – gehörten alle zur selben Familie. Unter den Toten sind seinen Angaben zufolge Menschen aus verschiedenen Ländern, darunter auch ein Belgier. Polizeichef Stanew sagte, die beiden Fahrer des Busses seien Nordmazedonier gewesen.

Bulgariens Übergangsregierungschef Stefan Janew sagte, es sei eine Untersuchung des Unfalls eingeleitet worden. Er wies zugleich die Vermutung zurück, dass der Unfall auf schlechte  Straßenverhältnisse zurückzuführen sei. Auf Fotos war das völlig ausgebrannte Wrack des Busses zu sehen, der in die Leitplanke zwischen den beiden Fahrbahnen der Autobahn gekracht war.

Laut dem Sender bTV war der Bus auf dem Weg von Istanbul in die nordmazedonische Hauptstadt Skopje. Nordmazedonische Medien berichteten, der Bus sei bei einer Reiseagentur registriert gewesen, die Urlaubs- und Shoppingtouren nach Istanbul organisiert.

Der nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev sagte der staatlichen Nachrichtenagentur MIA nach einem Gespräch mit einem Überlebenden, die Passagiere hätten in dem Bus geschlafen und seien von einem lauten Knall geweckt worden. „Es ist ihnen gelungen, eines der Fenster einzuschlagen und ein paar Menschen zu retten“, sagte Zaev. „Es ist eine große Tragödie.“ Viele der Opfer seien Minderjährige und „junge Leute im Alter von 20 bis 30 Jahren“.

In Bulgarien kommen jedes Jahr hunderte Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben. Die Unfälle werden oft auf schlechte Straßenverhältnisse, veraltete Autos und zu schnelles Fahren zurückgeführt. Bei einem Busunglück im Jahr 2018 waren 20 Menschen ums Leben gekommen, als ihr Bus auf nasser Fahrbahn ins Schleudern kam und sich überschlug.

Der Unfall am Dienstag ereignete sich auf einem Autobahnabschnitt mit starkem Gefälle und ohne klare Fahrbahnbegrenzung, auf dem sich schon viele Unfälle ereignet haben, wie Diana Russinowa von einer Organisation für Verkehrssicherheit sagte. Die Organisation hatte sich ihren Angaben zufolge schon in der Vergangenheit bei den Behörden über die Strecke beschwert.

Quelle: AFP

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