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41 Häftlinge bei Brand in indonesischem Gefängnis gestorben

Copyright AFP/Archiv Bernd Lauter

Bei einem Brand in einem überfüllten Gefängnis in Indonesien sind am Mittwoch mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. 41 Häftlinge starben, acht wurden schwer verletzt und 31 erlitten leichte Verletzungen, wie Justizminister Yasonna Laoly mitteilte. Das Feuer war in den frühen Morgenstunden ausgebrochen, als die meisten Insassen des Gefängnisses in Tangerang außerhalb der Hauptstadt Jakarta noch schliefen.

Im Fernsehen waren Bilder des brennenden Gefängnisblocks und dichte Rauchschwaden über dem Gebäude zu sehen.

Die Feuerwehr konnten das Feuer, das sich größtenteils auf einen Block der Haftanstalt beschränkte, noch in der Nacht löschen und verletzte Insassen ins Krankenhaus bringen. In dem Block saßen hauptsächlich wegen Drogendelikten verurteilte Gefangene ein.

“Das Feuer hat sich schnell ausgebreitet und es blieb keine Zeit, um einige der Zellen zu öffnen”, sagte Justizminister Laoly. In diesen Zellen seien dann die Toten gefunden worden. Zu ihrer Identifizierung seien vermutlich DNA-Tests notwendig, fügte der Minister hinzu. Unter den Toten sind seinen Angaben zufolge auch zwei Ausländer, ein Portugiese und ein Südafrikaner.

Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Ursache des Brands ein, hatten aber bereits eine Vermutung: “Nach ersten Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass das Feuer durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde”, sagte der Polizeichef von Jakarta, Fadil Imran. Justizminister Laoly sagte, die Elektroanlage des Gefängnisses sei seit mehr als 40 Jahren nicht modernisiert worden.

In dem Gefängnis saßen nach Angaben der Strafvollzugsbehörde mehr als 2000 Häftlinge ein – ausgelegt ist es für 600 Insassen. Auch der in Brand geratene Gefängnisblock war viel zu voll. Wie eine Behördensprecherin dem Sender Metro TV sagte, saßen in dem für 40 Häftlinge ausgelegten Block C 120 Gefangene ein.

In Indonesien sind viele Haftanstalten überfüllt und sanierungsbedürftig. Es kommt immer wieder zu Gefangenenaufständen und Massenausbrüchen.

Quelle: AFP

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